| „Wir möchten die Versorgung unserer Patienten mit Depression und chronischer Schmerz verbessern!“
Obwohl Schmerzen heute sehr gut behandelbar sind, gehören sie immer noch zu den häufig nicht
zufriedenstellend therapierten und tabuisierten Erkrankungen in unserer Gesellschaft. Erkenntnisse
aus Wissenschaft und Praxis zeigen, dass chronische Schmerzen, wenn sie frühzeitig erkannt und die richtigen Maßnahmen unter verstärkter Mitwirkung und Eigenverantwortlichkeit des Patienten
getroffen werden, gut behandelbar sind und ein Leben wie vor Beginn der Schmerzen möglich ist.
Ähnlich verhält es sich mit Depressionen: Eine Depression ist heute zwar sehr gut behandelbar, gehört aber immer noch zu den häufigsten und schwerwiegendsten Erkrankungen unserer Gesellschaft. Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis zeigen, dass Depressionen, wenn sie frühzeitig erkannt und die richtigen Maßnahmen unter verstärkter Mitwirkung und Eigenverantwortlichkeit des Patienten getroffen werden, effektiv behandelbar sind und ein Leben wie vor Beginn der Depression möglich ist.
Für die Betroffenen bedeuten die Schmerzerkrankung bzw. die Symptome der Depression eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität. Viele leiden – neben unmittelbaren Auswirkungen der Erkrankung – auch unter weitreichenden Folgen im Alltag.
Schmerzen werden häufig als notwendiges Übel in Kauf genommen und finden daher beim Arztbesuch oftmals zu wenig Beachtung.
Depressionspatienten sind oft der Ansicht, eine psychische Erkrankung sei mit einem Makel verbunden. Die Betroffenen scheuen sich sogar, mit anderen über die innerlichen Veränderungen, die sie an sich bemerken, zu sprechen. Diese Haltung entspringt der Unkenntnis darüber, was Depression eigentlich ist und dass sie erfolgreich behandelt werden kann.
Betroffene über die eigene Erkrankung aufzuklären und ihnen die optimale Behandlung zukommen zu lassen, ist stets Aufgabe der behandelnden Ärzte. Wir von der MainArzt (siehe auch www.mainarzt.de) haben uns aus oben genannten Gründen dazu entschlossen, uns den Krankheitsbildern Depression und chronische Schmerzen in besonderer Art und Weise widmen.
So starteten wir Anfang diesen Jahres in Kooperation mit dem Ärztenetz Mittelbaden, der Universität Erlangen-Nürnberg (Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie) und CT Arzneimittel eine Gesundheits- und Arzneimittel-Versorgungsforschung, um patientenorientierte Praxishilfen zu entwickeln und so die Compliance und Lebensqualität unserer Patienten im Versorgungsalltag zu optimieren. [Compliance steht hier als Oberbegriff für das kooperative Verhalten des Patienten im Rahmen der Therapie, d.h. der Patient folgt den Anweisung und Empfehlungen seines Arztes. Der Begriff kann als „Therapietreue“ übersetzt werden.]
In diesem Projekt sammeln die Ärztenetze nach Einverständnis ihrer Depressions- und Schmerzpatienten anonymisierte bzw. pseudonymisierte „real life Daten“ aus dem Behandlungsverlauf. Diese werden durch die Universität Erlangen-Nürnberg ausgewertet und analysiert. Ziel hierbei ist, Compliance und Patientenzufriedenheit innerhalb der Ärztenetze weiterzuentwickeln. Besonderer Bedeutung kommen hierbei auch der Einsatz von unterstützenden Therapien, Patienteninformationen und Fragebögen zu.
Generell wird die Versorgungsforschung bei zunehmender Vielfalt an Leistungen und den vorherrschenden Kostendruck im Gesundheitsmarkt wohl an Bedeutung gewinnen, da sie Qualität und Nutzen von Arzneimitteltherapien für Patient und Anwender im Praxisalltag validiert.
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